Ein Jahr für Gott in Hamburg

Ganz zufällig ergab sich mein Diakonisches Jahr. Als ich nach dem Abi mit meiner Studienwahl nicht weiterkam, wurde ich aufmerksam gemacht auf das Diakonische Jahr. Mehrere Male bekam ich eine weitergeleitete Mail von meinem Jugendpastor, dass noch FSJ´ler u.a.in Hamburg gesucht würden. Da Hamburg schon immer eine meiner liebsten Städte war, meldete ich mich irgendwann doch mal auf diese Mail. Dann ging alles ganz schnell. Ich fuhr mit einer Mitfsjlerin nach Hamburg, um mir das Seniorenzentrum anzusehen, in dem wir arbeiten sollten. Ich hatte vorher nie daran gedacht mal etwas im pflegerischen Bereich zu machen. Doch als ich da war, wurde mir immer mehr klar, dass ich genau dieses Jahr machen sollte. Das Seniorenzentrum in Niendorf ist sehr schön im Grünen gelegen, das Mutterhaus, in dem wir wohnen sollten, ist unbeschreiblich schön, die Mitarbeiter, Leitung und Diakonissen haben uns alle so herzlich empfangen, sodass wir beide nach einem gelungenen Probetag direkt zusagten. Zwei Monat später zogen wir zwei Mädels nach Hamburg. Ich habe mich schnell an die Arbeit in der Pflege gewöhnt & mich dort von Gott gebraucht gefühlt. Die Arbeit im Seniorenzentrum hat mir soviel Freude gebracht und ich hatte direkt das Gefühl genau richtig dort in Hamburg zu sein. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt von Kollegen & auch von der Oberin, die uns Mädels immer zur Seite stand. Es war ein tolles Jahr, mit Höhen und auch Tiefen, dass mich geistlich, menschlich und beruflich weitergebracht hat – ich studiere nun Pflege und werde Krankenschwester. Gott hat mir durch dieses Jahr echt gezeigt, wo mein Platz ist und ich bin froh darüber mich auf die Herausforderung „weg von zu Hause & Arbeit in der Pflege“ eingelassen zu haben. Denn so konnte ich erleben, wie wunderbar Gott alles lenkt 🙂

Er hat mir in Hamburg ganz schnell ein neues zu Hause, eine tolle Arbeit, eine Gemeinde und Freunde geschenkt und `ne tolle Zeit in einer für mich ganz besonderen Stadt! 🙂

 

Gesa Zylla

Voll gut!

Ich bin als „BuFDi“ in der FeG Rheinbach gelandet und mein Schwerpunkt liegt dort auf der Kinder- und Jugendarbeit, in der ich tatkräftig mit anpacken werde.

Um nur einige Gruppen zu nennen in denen ich in Zukunft vorzufinden bin, da wäre die Pfadfinderarbeit, eine Event orientierte und Gruppenübergreifende Teenagerarbeit, der Jugendkreis und Jugendhauskreise, aber z.B. werde ich auch im Biblischen Unterricht mitarbeiten.

Zusätzlich zu den ganzen neuen Erfahrungen, die ich dort machen werde, habe ich das Glück, das ein Kamerateam von „Phoenix“ mich einen Tag lang begleiten wird, um einen genaueren Eindruck darüber zu bekommen, wie vielseitig und abwechslungsreich die Aufgaben eines „BuFDis“ sein können. Ausgestrahlt wird das Ganze Anfang Oktober, während einer Informations-/ Diskussionsrunde und wird dort als aktuelles Beispiel angeführt.

Ich wiederhole es nur allzu gerne, das wird bestimmt ein voll gutes, spannendes und prägendes Jahr! 🙂

Leonie Wagner

Melanie Brakemeier: Ein Jahr voller kostbarer Momente

Als ich im Juni letzten Jahres aus meinem Auslandsjahr aus Argentinien zurückkam, hatte ich keine Ahnung, was ich als nächstes tun sollte, weil alle meine selbstgeschmiedeten Pläne nicht aufgegangen sind. Also habe ich das ganze Gott überlassen und darum gebetet, dass er mir den Weg zeigt.

So lebte ich einen Tag nach dem anderen, im Vertrauen auf Gott und dass seine Hilfe spätestens rechtzeitig kommt. Im September dann hatte ich immer noch keinen Plan, als mein Pastor und ich uns zusammensetzten und wir gemeinsam darüber nachdachten wie es wäre, wenn ich ein Jahr hauptamtlich in der Gemeinde arbeiten würde. Mir gefiel die Idee, denn ich liebe meine Heimatgemeinde und besonders die Arbeit mit den Kids, Teens und Jugendlichen begeistert mich. Daraufhin erkundigte er sich in der Bundeszentrale und kurze Zeit später stand fest: Ich würde einen neunmonatigen Freiwilligendienst in meiner Heimatgemeinde im Rahmen des „Diakonischen Jahres“ im Bund FeG absolvieren. Ich hatte keine Erwartungen, keine Vorstellungen wie es werden würde, aber ich war dankbar, endlich einen Weg vor mir zu sehen.

Jetzt arbeite ich seit fast vier Monaten vollzeitlich im Bereich Kinder- und Jugendarbeit und ich liebe es. Durch das FSJ habe ich die Möglichkeit, mich in vielen verschiedenen Bereichen nochmal ganz neu in der Gemeinde einzubringen und über den Tellerrand hinauszublicken. Dadurch habe ich gemerkt, wie viel Spaß Jungschararbeit machen kann, habe meine Leidenschaft für das Theater neu entdeckt, neue Freundschaften mit kleinen und großen Menschen geschlossen, und vieles mehr. Ich darf neben der Jungschar unter anderem noch im Teenkreis, in der Jugend und im Kindergottesdienst mitarbeiten, Gottesdienste mitgestalten, Theater spielen und andere Aufgaben erledigen, für die den Ehrenamtlichen keine Zeit mehr bleibt. Außerdem darf ich sehen und lernen, wie das „große Schiff Gemeinde“ wirklich funktioniert.

Ich schaue mit Vorfreude und Neugier auf die kommenden fünf Monate und bin gespannt, was Gott noch weiterhin in meinem „Diakonischen Jahr“ tun wird. Eins weiß ich jetzt schon: Durch dieses Jahr habe ich keine Zeit verloren, sondern viel mehr neue Erfahrungen, viele kostbare Momente und Begegnungen gewonnen.

Yvonne und Hannah: Professionelle Kaffee-Kocher, Tablett- Verteiler und Rollstuhl- Schieber Copy

9745b787b8Nach dem Abitur haben wir, Yvonne und Hannah, beschlossen, uns ein Jahr Auszeit vom Lernen zu nehmen und uns sozial zu engagieren und persönlich weiterzuentwickeln. Seit September arbeiten wir nun in Haus Buche im Bereich Hauswirtschaft und soziale Betreuung. Als professionelle Kaffee-Kocher, Tablett- Verteiler und Rollstuhl- Schieber, sind wir quasi unersetzlich geworden.

Als „Mädchen für Alles“ sind unsere Aufgaben sehr vielfältig: Ein besonderes Vergnügen bereitet uns das Kegeln auf den Fluren unseres Wohnbereiches. Dabei merkt man „Übung macht den Meister“, denn die Bewohner sind schon fast Profis.

Sobald das Wetter es zulässt, gehen wir mit ihnen spazieren im Bethanien-Park und den umliegenden Straßen. Hierbei werden auch schon mal kleine Einkäufe erledigt. Steht bei Bewohnern ein Arztbesuch an, begleiten wir sie auch gerne dorthin.

Viele unserer Senioren spielen gerne Brettspiele und hierbei konnten wir auch von ihnen lernen. Es war schön das Halma-Spielen von ihnen beigebracht zu bekommen. Singen ist bei uns im Haus ein großes Thema. So entstehen auch oft spontane „kleine Singstunden“, bei denen wir alle die Schlager von CD freudig mitschmettern. Manchmal kommt hierbei sogar eine Gitarre zum Einsatz.

Uns steht außerdem ein Betreuungswagen mit unterschiedlichsten Materialien zur Verfügung. Hiervon nehmen wir zum Bespiel Bilder, die wir uns mit den Bewohnern ansehen, um darüber ins Gespräch zu kommen.

Wir merken auch, wie wichtig es ist, den Senioren zuzuhören. Wir sind dankbar, dass wir uns dafür Zeit nehmen können.

Besonders schön sind auch die Gruppenangebote, wie Tanzen im Sitzen etc. Es ist echt richtig toll, zu sehen, wie viel Spaß die Bewohner daran haben.

Ab und zu haben wir Feste im Haus, bei denen wir den Mitarbeitern hilfreich zur Seite stehen und gemeinsam mit den Bewohnern feiern.

Man sieht: uns wird nie langweilig.

Erwähnenswert ist auch die Dankbarkeit, die einem entgegengebracht wird. Dadurch erhält die Arbeit einen tiefgreifenden Sinn und man merkt, dass dieses Jahr eine gute Entscheidung war.

Durch den Umgang mit den älteren Menschen, werden wir inspiriert, über unsere Zukunft nachzudenken und etwas aus unseren Leben zu machen. Man erkennt, was im Leben wirklich wertvoll ist. Hierfür möchten wir unseren Bewohnern, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, ein dickes Dankeschön aussprechen. Wir sind gerne hier!

Yvonne Schuler & Hannah Kolem

7 Gesellen, 2 Azubis, 2 FSJ´ler