Langeoog – klein, aber oho

Die Straßen sind leer und die Geschäfte sind geschlossen. Der Langeooger Winter ist definitiv nicht für jeden was. Dafür ist im Sommer umso mehr los. Auf jeden Fall steht fest: Langeoog (Strand, Möwen und Mee(h)r) ist ein toller Ort für dein FSJ! Es gibt hier auf der Insel dafür zwei Möglichkeiten:

Im Haus Bethanien sind dieses Jahr fünf FSJler. Zusammen mit Azubis, Praktikanten & Co. wohne ich (Katinka) in einem kleinen Häuschen nebenan. Mit bis zu 16 Leuten unter einem Dach ist es sehr abwechslungsreich, mal ruhig, mal laut, mal chaotisch, mal – naja, ordentlich ist es eigentlich selten. Wir verstehen uns super gut und haben viel Spaß zusammen. Die FSJ`ler arbeiten in 3 verschiedenen Bereichen: In der Küche, im Speisesaal oder, so wie ich, in der Hauswirtschaft. Das heißt vor allem die Zimmer für die nächsten Gäste zu reinigen oder auch Flure und öffentliche Räume in Ordnung zu halten.
Im Haus Kloster Loccum sind nur 2 FSJ´ler. Wir wohnen in einer kleinen WG direkt im Haus. Neben der Arbeit im hauswirtschaftlichen Bereich leite ich (Larissa) zusammen mit der zweiten FSJ`lerin den Kreativbereich, in dem wir mit Kindern spielen und basteln, Kinderbetreuung machen, Teensangebote organisieren und abends eine Gutenachtgeschichte anbieten. Dabei muss man ab und zu auch mal über seine Grenzen hinauswachsen (Gitarre spielen und singen, ohne Gitarre spielen und singen zu können…).Bild_Katinka+Larissa

Unser kleiner aber feiner Hauskreis verbindet die beiden WGs und ist Treffpunkt für Gemeinschaft, Spaß und Austausch, gemeinsames Singen und Bibelarbeit. Höhepunkt ist jedes Jahr die Hauskreis-Weihnachtsfeier – dieses Jahr sogar mit echtem Weihnachtsmann und leckerem Schokofondue… Der riesige Fleck auf dem Teppichboden wird uns noch lange daran erinnern, wie viel Spaß wir an diesem Abend hatten.

Klar macht Putzen nicht immer Spaß und es gibt Tage, an denen einfach alles schief läuft. Aber selbst an solchen Tagen können einen die netten Arbeitskollegen, die anderen FSJ´ler, ein Strandspaziergang mit der frischen Nordseeluft um die Nase oder ein erfrischendes Bad im Meer wieder aufheitern.

So, jetzt habt ihr einen kleinen Einblick bekommen, wie das hier oben ist. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann schaut doch jetzt gleich mal in der Bewerbungsabteilung vorbei! 😉

 

Liebe Grüße

Larissa + Katinka

(M)ein Jahr für Gott!

Meine ursprünglichen Pläne?! :
Studium oder Auslandsjahr. Und doch bin ich hier gelandet und Gott unglaublich dankbar dafür! Denn an der Grundschule FESH (Freie evangelische Schule Hagen) kann und werde ich Erfahrungen sammeln, die ich woanders nicht hätte machen können.
Auf dem Programm an der FESH stehen lernen (mit und von den Kindern), Fangen spielen, Kicke(r)n und vieles mehr …!

Natürlich tut das ein oder andere Lob von Mitarbeitern, Lehrern oder Eltern super gut! Doch die schönsten Rückmeldungen und das größte Lob geben einem die Kinder: Strahlende Gesichter und leuchtende Augen!
Neugier, Spannung, Freude, Spiel und Spaß erwarten mich jeden Tag aufs Neue. Allerdings auch Herausforderungen, wie Streitschlichtungen oder Trostspenden. Doch es tut unheimlich gut die Entwicklung der Kids miterleben zu dürfen und in nahezu jeder Situation für sie dazusein, wenn sie DICH brauchen.

Dankbar für Gottes Führung!

Jessica Wellerdieck

Reif für die Insel?!

hr_loccumSchule vorbei, Lust auf ein Jahr Lernpause und Erfahrungen außerhalb der Heimat. Was gibt’s da für Möglichkeiten? Nun ich bin bei der Suche nach Angeboten auf genau diese Internetseite vom Diakonischen Jahr geraten. Und sofort viel mein Blick auf die Einsatzstelle auf Langeoog, wo man als FSJler nicht nur in der Hauswirtschaft arbeiten muss, sondern auch viel am Kinderprogramm des Hauses beteiligt wird. Eine perfekte Kombination!

Hier in der Familienferienstätte „Haus Kloster Loccum“ geht’s einem als FSJler richtig gut. Der Arbeitsbereich ist wirklich vielseitig. Vom Putzen (oh ja, mehr als man denkt, der Putzkoller kommt früher oder später bei jedem, aber meistens überwiegt der Spaß ;-)!) über Küchenarbeit (Frühstücksbuffet vorbereiten: Platten legen, Tische eindecken, Essen vorbereiten,…), bis hin zum Gestalten des täglichen Bastelprogramms für die Kinder die hier Urlaub machen, Leitung der allabendlichen Gute-Nacht-Geschichte mit Singen und Vorlesen, sowie Mitarbeiten bei diversen Angeboten für Teens (Geländespiele, Spielabende, uvm…) und Erwachsene im „Kreativbereich“ des Hauses.

hr_sonnenuntergang

Aber Inselleben ist nicht nur aufregend und Ferienvergnügen pur (obwohl es das vorwiegend ist: Sonne, Strand, Meer!), sondern, zumindest für mich, auch teilweise eine große Herausforderung. Ein Jahr keine richtige Gemeinde haben, nur gelegentlich mal Gottesdienst. Einsamkeit und kalter Wind im Winter und ganz schön weit weg von Familie und Freunden… aber das alles hat bei mir auch dazu beigetragen, dass ich mir viel sicherer geworden bin in meinem Glauben an Jesus, meine Einstellungen und Standpunkte wurden ganz neu herausgefordert und hinterfragt. Außerdem werde ich auch bei der Arbeit immer wieder herausgefordert und ich hab viel Gelegenheit meine Gaben zu entwickeln und auch mal Dinge zu machen, die ich mich früher NIE getraut hätte … da wird man richtig extrovertiert!

Eine weiterer sehr reizvoller Aspekt des FSJs ist, dass man hier so richtig in Genuss des WG-Lebens kommt. Da hat man nicht nur ne Menge Spaß mit seiner Mit-FSJlerin und hat eine sehr intensive Beziehung mit seiner Mitbewohnerin, sondern lernt nebenbei auch noch ganz automatisch auch weg von Mama und Papa überleben zu können. Sowas wie Kochen (oder auch mal ohne warmes Essen auszukommen, verpflegen muss man sich nämlich komplett alleine), Wäsche waschen, … also, für Leute die selbstständig werden wollen genau das Richtige!

Zusammen mit anderen Zivis, Azubis FSJlern haben wir hier viel Spaß, gute Gespräche über Glauben (in diversen Hauskreisen, dieses Jahr hatten wir Mädels sogar zusammen einen Glaubenskurs) und alles in allem eine tolle gemeinsame Insel-Zeit.

Ach und zuletzt muss ich auch noch das coole Mitarbeiterteam hier im Haus loben: Ich kann mir kein besseres Arbeitsklima vorstellen, da wird sogar das tägliche Putzen zum reinsten Vergnügen:-D

UND!? Bist du (nach diesem Bericht) auch bereit für ein Jahr auf der Insel? Ich kann’s dir nur empfehlen, denn ich kann für mich persönlich sagen: Dieses Jahr hatte es in sich! Ich will es nicht missen, ich bin an allem sehr gewachsen und hatte wunderschöne Erlebnisse. Bis jetzt echt das beste Jahr überhaupt!

 

Hanna Rump

hr

spannend

So würde ich mein Jahr als FSJlerin bezeichnen. Als ich mich nach meinem Abi beim Diakonischen Jahr beworben habe, wollte ich gerne in einer Gemeinde arbeiten. Gelandet bin ich dann tatsächlich in einer Gemeinde aber nur zu 50%. Die anderen 50% habe ich in einem Wohnheim für psychisch kranke Frauen gearbeitet. Als Gudrun Schwehn mir diese Stelle im Bewerbungsgespräch vorschlug, war ich anfangs sehr skeptisch. Ich hatte keinerlei Erfahrungen mit Menschen, die unter solchen Krankheiten leiden. Aber frei nach dem Motto „jede Erfahrung bringt einen weiter“, habe ich die Stelle angenommen.

Ich bin froh, dass ich mich so entschieden habe, denn ich habe viele Erfahrungen gemacht, Freundschaften geschlossen und viel über mich und meine Stärken und Schwächen gelernt. Ich habe gemerkt, wie dankbar Menschen sein können, wenn man sich Zeit für sie nimmt und ihnen einfach mal zuhört. Die Erfahrung, dass man nicht gleich die ganze Welt retten muss, um Menschen zu helfen, sondern dass man sie durch kleine Gesten oder einfach durch Freundlichkeit und Zuwendung zum Lächeln bringen kann, war für mich echt wertvoll.

Vor allem die Seminare waren ein Highlight, bei dem ich viel Neues gelernt, mich mit meinem Leben und Gott beschäftigt und viele interessante Menschen kennengelernt habe.

Daher kann ich so ein FSJ nur weiterempfehlen! Nach dem ganzen Lernen in der Schule erst mal praktisch aktiv zu werden, bevor es dann in die Ausbildung oder das Studium geht, ist super und gibt neue Motivation.

Melissa Kühn

1 Jahr für die Gemeinde

Seit dem Sommer mache ich in meiner Ortsgemeinde ein „Freiwilliges Soziales Jahr“. In diesem Jahr darf ich eine Menge sehen und erfahren, sowohl was den Gemeindealltag als auch den Pastorendienst angeht.

Es ist einfach noch mal eine andere Perspektive, wenn man vollzeitig für eine Gemeinde arbeitet, in der man sonst eher zu Besuch war. Ich konnte mich in allen Bereichen der Gemeinde mal so richtig austoben: Egal ob ich im Kindergottesdienst mitgemacht habe, in der Jungschararbeit, beim Flyer erstellen, eine Garderobe baute, oder beim Werben für den Weihnachtsgottesdienst die Waffeln verkaufte.

In diesem Jahr habe ich so unterschiedlich gearbeitet wie noch nie und es hat riesigen Spaß gemacht. Mir persönlich lag dabei am meisten die Jugendarbeit am Herzen. Wir haben eine Woche des gemeinsamen Lebens, Kochduelle, eine Silvesterfreizeit und viele andere Aktionen veranstaltet. Momentan sind wir dabei eine Sommerfreizeit zu planen, was eine unheimliche Herausforderung ist.

„Wir“? Ja! Auch das darf ich in diesem Jahr lernen: Teamarbeit! In unserem Jugendleiterteam arbeiten wir gut zusammen und versuchen immer wieder neue Ideen in der Jugend umzusetzen, wenn wir z.B. einen Mädchen- und einen Jungenhauskreis gründen oder immer wieder versuchen die wöchentlichen Jugendstunde besser zu gestalten.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Gemeinde zu machen bedeutet viel, aber abwechslungsreiche und spaßmachende Arbeit. Es bedeutet viel geben und viel zurückbekommen. Ich freue mich, dass ich mich zu dem Jahr in der Gemeinde entschieden habe.

 

Silas Köhler

Hallo du zukünftiger FSJ´ler :)

Mein Name ist Madi und ich komme ursprünglich aus dem schönen Hinterland.
In meinem FSJ hat es mich dann nach Hagen verschlagen. Dort hatte ich eine halbe Stelle in der FeG Hagen- Haspe und eine halbe Stelle in der freien evangelischen Grundschule Hagen.

Und es war ein bombenmäßiges Jahr! Ich hätte nirgendwo besser aufgehoben sein können, als beim Diakonischen Jahr. Solch absolut talentierte, liebevolle, sorgende und auch direkte Mitarbeiter habe ich noch nie gesehen. Einfach nur gut!

Natürlich ist ein FSJ nicht immer einfach. Keine Frage, auch ein FSJ kann durchaus anstrengend und herausfordern sein, aber genau dann wird’s erst spannend 🙂 Außerdem bist Du beim Diakonischen Jahr auch nicht alleine.

Ich habe noch nie in einem Jahr so viel über mich, mein Leben und meine Lebensweise gelernt und nachgedacht. Es war eines meiner coolsten und prägendsten Lebensjahre, die ich bisher hier auf Erden verbringen durfte!

Eins steht fest, das FSJ wird Dich in vielen Lebensfragen verändern und weiter bringen J Und nebenher erlebst Du auch noch ziemlich coole Dinge mit Gott!

Ich freue mich mit Dir, wenn Du Dich für das Diakonische Jahr entscheidet, weil ich mir jetzt schon sicher bin, dass es  eines der besten Jahre Deines Lebens wird.

Es grüßt Dich herzlichst eine Frau, die sofort wieder ein FSJ über das Diakonische Jahr machen würde 🙂

 

Madeleine Pitzer

Melanie Brakemeier: Ein Jahr voller kostbarer Momente

Als ich im Juni letzten Jahres aus meinem Auslandsjahr aus Argentinien zurückkam, hatte ich keine Ahnung, was ich als nächstes tun sollte, weil alle meine selbstgeschmiedeten Pläne nicht aufgegangen sind. Also habe ich das ganze Gott überlassen und darum gebetet, dass er mir den Weg zeigt.

So lebte ich einen Tag nach dem anderen, im Vertrauen auf Gott und dass seine Hilfe spätestens rechtzeitig kommt. Im September dann hatte ich immer noch keinen Plan, als mein Pastor und ich uns zusammensetzten und wir gemeinsam darüber nachdachten wie es wäre, wenn ich ein Jahr hauptamtlich in der Gemeinde arbeiten würde. Mir gefiel die Idee, denn ich liebe meine Heimatgemeinde und besonders die Arbeit mit den Kids, Teens und Jugendlichen begeistert mich. Daraufhin erkundigte er sich in der Bundeszentrale und kurze Zeit später stand fest: Ich würde einen neunmonatigen Freiwilligendienst in meiner Heimatgemeinde im Rahmen des „Diakonischen Jahres“ im Bund FeG absolvieren. Ich hatte keine Erwartungen, keine Vorstellungen wie es werden würde, aber ich war dankbar, endlich einen Weg vor mir zu sehen.

Jetzt arbeite ich seit fast vier Monaten vollzeitlich im Bereich Kinder- und Jugendarbeit und ich liebe es. Durch das FSJ habe ich die Möglichkeit, mich in vielen verschiedenen Bereichen nochmal ganz neu in der Gemeinde einzubringen und über den Tellerrand hinauszublicken. Dadurch habe ich gemerkt, wie viel Spaß Jungschararbeit machen kann, habe meine Leidenschaft für das Theater neu entdeckt, neue Freundschaften mit kleinen und großen Menschen geschlossen, und vieles mehr. Ich darf neben der Jungschar unter anderem noch im Teenkreis, in der Jugend und im Kindergottesdienst mitarbeiten, Gottesdienste mitgestalten, Theater spielen und andere Aufgaben erledigen, für die den Ehrenamtlichen keine Zeit mehr bleibt. Außerdem darf ich sehen und lernen, wie das „große Schiff Gemeinde“ wirklich funktioniert.

Ich schaue mit Vorfreude und Neugier auf die kommenden fünf Monate und bin gespannt, was Gott noch weiterhin in meinem „Diakonischen Jahr“ tun wird. Eins weiß ich jetzt schon: Durch dieses Jahr habe ich keine Zeit verloren, sondern viel mehr neue Erfahrungen, viele kostbare Momente und Begegnungen gewonnen.