FSJ mit Hund

Als ich erfuhr, dass meine Labradorhündin Elsa mich bei meinem FSJ nach Witten auf den Wartenberg begleiten darf, war meine Freude sehr groß und mein Plan stand fest.

Elsa kam als ein Geschenk Gottes in mein Leben und hat es seit diesem Zeitpunkt bereichert. Dass sie auch bei meinem FSJ bei mir bleiben kann, war für mich daher ein Zeichen und ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde.

Die Arbeit im Freizeitheim macht Spaß, trotz Anstrengung und ich lerne Dinge, die mir auch im alltäglichen Leben weiterhelfen können. Unser Team auf dem Wartenberg ist nicht sehr groß und sehr familiär, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich fühlte mich von Anfang an aufgenommen und zuhause.

Das Diakonische Jahr ist für mich eine Erfahrung, die mich wachsen lässt und in der ich mich selbst besser kennenlerne.

Anna Eysert & Elsa

 

Langeoog – klein, aber oho

Die Straßen sind leer und die Geschäfte sind geschlossen. Der Langeooger Winter ist definitiv nicht für jeden was. Dafür ist im Sommer umso mehr los. Auf jeden Fall steht fest: Langeoog (Strand, Möwen und Mee(h)r) ist ein toller Ort für dein FSJ! Es gibt hier auf der Insel dafür zwei Möglichkeiten:

Im Haus Bethanien sind dieses Jahr fünf FSJler. Zusammen mit Azubis, Praktikanten & Co. wohne ich (Katinka) in einem kleinen Häuschen nebenan. Mit bis zu 16 Leuten unter einem Dach ist es sehr abwechslungsreich, mal ruhig, mal laut, mal chaotisch, mal – naja, ordentlich ist es eigentlich selten. Wir verstehen uns super gut und haben viel Spaß zusammen. Die FSJ`ler arbeiten in 3 verschiedenen Bereichen: In der Küche, im Speisesaal oder, so wie ich, in der Hauswirtschaft. Das heißt vor allem die Zimmer für die nächsten Gäste zu reinigen oder auch Flure und öffentliche Räume in Ordnung zu halten.
Im Haus Kloster Loccum sind nur 2 FSJ´ler. Wir wohnen in einer kleinen WG direkt im Haus. Neben der Arbeit im hauswirtschaftlichen Bereich leite ich (Larissa) zusammen mit der zweiten FSJ`lerin den Kreativbereich, in dem wir mit Kindern spielen und basteln, Kinderbetreuung machen, Teensangebote organisieren und abends eine Gutenachtgeschichte anbieten. Dabei muss man ab und zu auch mal über seine Grenzen hinauswachsen (Gitarre spielen und singen, ohne Gitarre spielen und singen zu können…).Bild_Katinka+Larissa

Unser kleiner aber feiner Hauskreis verbindet die beiden WGs und ist Treffpunkt für Gemeinschaft, Spaß und Austausch, gemeinsames Singen und Bibelarbeit. Höhepunkt ist jedes Jahr die Hauskreis-Weihnachtsfeier – dieses Jahr sogar mit echtem Weihnachtsmann und leckerem Schokofondue… Der riesige Fleck auf dem Teppichboden wird uns noch lange daran erinnern, wie viel Spaß wir an diesem Abend hatten.

Klar macht Putzen nicht immer Spaß und es gibt Tage, an denen einfach alles schief läuft. Aber selbst an solchen Tagen können einen die netten Arbeitskollegen, die anderen FSJ´ler, ein Strandspaziergang mit der frischen Nordseeluft um die Nase oder ein erfrischendes Bad im Meer wieder aufheitern.

So, jetzt habt ihr einen kleinen Einblick bekommen, wie das hier oben ist. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann schaut doch jetzt gleich mal in der Bewerbungsabteilung vorbei! 😉

 

Liebe Grüße

Larissa + Katinka

Ein Jahr für Gott in Hamburg

Ganz zufällig ergab sich mein Diakonisches Jahr. Als ich nach dem Abi mit meiner Studienwahl nicht weiterkam, wurde ich aufmerksam gemacht auf das Diakonische Jahr. Mehrere Male bekam ich eine weitergeleitete Mail von meinem Jugendpastor, dass noch FSJ´ler u.a.in Hamburg gesucht würden. Da Hamburg schon immer eine meiner liebsten Städte war, meldete ich mich irgendwann doch mal auf diese Mail. Dann ging alles ganz schnell. Ich fuhr mit einer Mitfsjlerin nach Hamburg, um mir das Seniorenzentrum anzusehen, in dem wir arbeiten sollten. Ich hatte vorher nie daran gedacht mal etwas im pflegerischen Bereich zu machen. Doch als ich da war, wurde mir immer mehr klar, dass ich genau dieses Jahr machen sollte. Das Seniorenzentrum in Niendorf ist sehr schön im Grünen gelegen, das Mutterhaus, in dem wir wohnen sollten, ist unbeschreiblich schön, die Mitarbeiter, Leitung und Diakonissen haben uns alle so herzlich empfangen, sodass wir beide nach einem gelungenen Probetag direkt zusagten. Zwei Monat später zogen wir zwei Mädels nach Hamburg. Ich habe mich schnell an die Arbeit in der Pflege gewöhnt & mich dort von Gott gebraucht gefühlt. Die Arbeit im Seniorenzentrum hat mir soviel Freude gebracht und ich hatte direkt das Gefühl genau richtig dort in Hamburg zu sein. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt von Kollegen & auch von der Oberin, die uns Mädels immer zur Seite stand. Es war ein tolles Jahr, mit Höhen und auch Tiefen, dass mich geistlich, menschlich und beruflich weitergebracht hat – ich studiere nun Pflege und werde Krankenschwester. Gott hat mir durch dieses Jahr echt gezeigt, wo mein Platz ist und ich bin froh darüber mich auf die Herausforderung „weg von zu Hause & Arbeit in der Pflege“ eingelassen zu haben. Denn so konnte ich erleben, wie wunderbar Gott alles lenkt 🙂

Er hat mir in Hamburg ganz schnell ein neues zu Hause, eine tolle Arbeit, eine Gemeinde und Freunde geschenkt und `ne tolle Zeit in einer für mich ganz besonderen Stadt! 🙂

 

Gesa Zylla

Yvonne und Hannah: Professionelle Kaffee-Kocher, Tablett- Verteiler und Rollstuhl- Schieber Copy

9745b787b8Nach dem Abitur haben wir, Yvonne und Hannah, beschlossen, uns ein Jahr Auszeit vom Lernen zu nehmen und uns sozial zu engagieren und persönlich weiterzuentwickeln. Seit September arbeiten wir nun in Haus Buche im Bereich Hauswirtschaft und soziale Betreuung. Als professionelle Kaffee-Kocher, Tablett- Verteiler und Rollstuhl- Schieber, sind wir quasi unersetzlich geworden.

Als „Mädchen für Alles“ sind unsere Aufgaben sehr vielfältig: Ein besonderes Vergnügen bereitet uns das Kegeln auf den Fluren unseres Wohnbereiches. Dabei merkt man „Übung macht den Meister“, denn die Bewohner sind schon fast Profis.

Sobald das Wetter es zulässt, gehen wir mit ihnen spazieren im Bethanien-Park und den umliegenden Straßen. Hierbei werden auch schon mal kleine Einkäufe erledigt. Steht bei Bewohnern ein Arztbesuch an, begleiten wir sie auch gerne dorthin.

Viele unserer Senioren spielen gerne Brettspiele und hierbei konnten wir auch von ihnen lernen. Es war schön das Halma-Spielen von ihnen beigebracht zu bekommen. Singen ist bei uns im Haus ein großes Thema. So entstehen auch oft spontane „kleine Singstunden“, bei denen wir alle die Schlager von CD freudig mitschmettern. Manchmal kommt hierbei sogar eine Gitarre zum Einsatz.

Uns steht außerdem ein Betreuungswagen mit unterschiedlichsten Materialien zur Verfügung. Hiervon nehmen wir zum Bespiel Bilder, die wir uns mit den Bewohnern ansehen, um darüber ins Gespräch zu kommen.

Wir merken auch, wie wichtig es ist, den Senioren zuzuhören. Wir sind dankbar, dass wir uns dafür Zeit nehmen können.

Besonders schön sind auch die Gruppenangebote, wie Tanzen im Sitzen etc. Es ist echt richtig toll, zu sehen, wie viel Spaß die Bewohner daran haben.

Ab und zu haben wir Feste im Haus, bei denen wir den Mitarbeitern hilfreich zur Seite stehen und gemeinsam mit den Bewohnern feiern.

Man sieht: uns wird nie langweilig.

Erwähnenswert ist auch die Dankbarkeit, die einem entgegengebracht wird. Dadurch erhält die Arbeit einen tiefgreifenden Sinn und man merkt, dass dieses Jahr eine gute Entscheidung war.

Durch den Umgang mit den älteren Menschen, werden wir inspiriert, über unsere Zukunft nachzudenken und etwas aus unseren Leben zu machen. Man erkennt, was im Leben wirklich wertvoll ist. Hierfür möchten wir unseren Bewohnern, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, ein dickes Dankeschön aussprechen. Wir sind gerne hier!

Yvonne Schuler & Hannah Kolem