Plan B für die Zukunft

Seit September 2018 bin ich der „neue Bufdi“ der FeG Aurich. Aurich?! Ich wohne 340km von Aurich entfernt … Wie kam ich nun auf den Gedanken nach Aurich zu ziehen?

Ich stand 2018 vor dem Entschluss, eine Ausbildung anzufangen. Ich habe mich erkundigt, was mich interessieren und was mir Spaß machen könnte. Ich habe ein paar coole Ausbildungen gefunden. Dann ging es schnell, beworben, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch und… Absage. Jetzt stand ich vor einer Wand ohne einen Plan wie ich meine Zukunft gestalten möchte. Aus meiner Gemeinde, ebenfalls eine FeG, kam der Tipp: Diakonisches Jahr – BFD in einer FeG.

Nachdem ich mich im Bund vorgestellt habe, äußerte ich, dass ich gerne an der Nordsee bin und ich selbständig werden möchte. Also war es klar: Ich muss weg von Zuhause in den Norden, ins Herzen Ostfrieslands. Nach einem Besuch mit Kennenlernen der Gemeinde im späten Sommer bekam ich einen Anruf des Pastors, dass sie mich als BFD-ler gebrauchen können. Also hieß es Kofferpacken und los.

In Aurich angekommen wurde schnell klar, meine zurückliegenden Erfahrungen kann ich gut in der Gemeinde nutzen.

Erfahrung und Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hatte ich, da mich schon seit 5 Jahren bei Freizeiten und der Jungschararbeit engagierte. Hinzu kam meine offene ruhige Art, dadurch fiel es mir leicht in guten Kontakt mit den Gemeindemitgliedern zukommen, welche mich sehr freundlich und herzlich in der Gemeinde aufgenommen haben. Nun hieß es einen Arbeitsrhythmus in der Gemeindlichen zu finden. Die „Beschäftigungsrate“ verlief dabei allerdings in Wellen. Mal ist die ganze Zeit was zu tun: Man hat jeden Tag was vor, muss für alles noch irgendwas vorbereiten, ist die ganze Zeit unterwegs. In anderen Wochen gibt es nur die regulären Termine, in meinem Fall: montags Treffen mit Pastor Axel und ein Entdecker (Haus)-Kreis, mittwochs Bürozeit, gemeinsames Gebet und nachmittags Alleecafé oder ein Kinderactionnachmittag. Freitags einmal im Monat Biblischer Unterricht für Teens (BU), sonntags Gottesdienst und Jugend. Naja und natürlich noch Dinge vorbereiten, irgendwelche Treffen haben, Infozettel falten, hin und wieder auch mal die Leitung im Gottesdienst am Sonntag übernehmen…

Es gibt auch besondere Termine, die einem immer in Erinnerung bleiben. Ich startete mit einer Gemeindefreizeit knapp zwei Wochen nach meinem Dienstbeginn, im März eine Holzbauwelt (bei der wir mit Kapla-Bausteinen große Türme und Paläste gebaut haben), einen ersten Lobpreisabend mit einer anderen Gemeinde, in der Allianzgebetswoche gestaltete ich den  Allianzjugendgottesdienst mit und im Sommer werde ich noch mit auf eine 10 Tägige Dänemark-Freizeit fahren. Außerdem gibt es ein Baseballcamp, bei dem sogar amerikanische „Baseball-Trainer“ dabei sind, worauf ich auch schon total gespannt bin!

Angesichts der Dinge, die ich in Aurich schon erlebt habe und auch noch erleben werde, kann ich sagen, dass sich mein eigentlicher „Plan B“ als sehr gut erwiesen hat. Ich bin den Personen sehr dankbar, die mir den BFD aufs Herz gelegt haben und ich bin auch dankbar für Gottes Führung, dass dies so gekommen ist wie es kommen musste: Ein Jahr weg von Zuhause und das Leben neu erkunden. Nun weiß ich wie gut ich Kinderstunden selbstgestalten kann, wie gut ich Gottesdienste vorbereiten und auch leiten kann und dass ich es später schaffen werde allein zu wohnen.

Falls ein BFD dein Plan B ist. Gehe diesen Schritt! Nun wünsche ich dir alles, alles Gute bei deiner Entscheidung, und Gottes reichen Segen!

Philipp Söhngen

FSJ im Café Cross

Für ein FSJ habe ich mich entschieden, um mich weiterzuentwickeln, persönlich zu wachsen und Neues kennenzulernen. Gelandet bin ich in Dillenburg im Café Cross – als erste FSJlerin überhaupt im Café der Freien evangelischen Gemeinde in Dillenburg. Du fragst dich jetzt, ob diese Stelle auch etwas für dich wäre? Wenn du gerne unter Menschen bist, ihnen dienen möchtest und außerdem Spaß daran hast, im Team zu arbeiten und Neues zu lernen, lautet die Antwort eindeutig ja.

Die Arbeit im Café Cross ist geprägt von gemütlicher Atmosphäre, liebevollen Mitarbeitern (die alle ehrenamtlich dort arbeiten), umwerfenden Torten und natürlich bietet sie auch die Möglichkeit, die unterschiedlichen Arbeitsbereiche eines Cafés kennenzulernen. Die Tätigkeit macht es außerdem leicht, Kontakt zur herzlichen und aufgeschlossenen Gemeinde aufzubauen und somit in Dillenburg schnell Anschluss zu finden. Ich persönlich würde das Café jederzeit wieder als Einsatzstelle wählen, also wieso denkst du nicht auch mal darüber nach? 😉

Mein Jahr im Norden

Wahrscheinlich hast Du gerade Abi gemacht…. Oder einen anderen Schulabschluss…. Oder festgestellt, dass was immer Du gerade tust, eigentlich nicht ganz das Richtige ist.

Tja – genau das Problem hatte ich letztes Jahr auch: ich stand da und meine ursprünglichen Träume (Ausland, Mission, andere Kulturen kennenlernen) hatten sich irgendwie in Luft aufgelöst. Also dachte ich mir: Hey, vielleicht ist Deutschland ja doch nicht ganz schlecht… Und so bin ich beim Diakonischen Jahr gelandet.

Tja und dann hat sich plötzlich, mit Sicherheit durch Gottes Hand, eine Stelle in der FeG Aurich aufgetan. Ich war am Anfang noch ziemlich verunsichert, weil ihre Wünsche mir viel zu anspruchsvoll klangen. Am liebsten sollte ich

  • eine Juleica haben (ich musste erstmal googlen, um herauszufinden, dass es sich dabei um eine anscheinend weitverbreitete Jugendleiterkarte handelt)
  • Erfahrung und Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben (ich habe weder kleine Geschwister, noch anderweitig viel mit kleinen Kindern zu tun gehabt…)
  • und so schnell wie möglich anfangen (14 Tage nach meiner Vorstellung dort)

Aber ich dachte mir: Anrufen kann nicht schaden und aus einem Anruf wurde schnell eine Fahrt nach Aurich (eine kleinere Stadt in der Nähe der ostfriesischen Inseln). Ich wurde total lieb aufgenommen. Es wurde sehr schnell klar, dass meine Bereitschaft Dinge auszuprobieren und Neues zu lernen, etwas war, was gut in die FeG passte. Ich hätte mir also gar nicht so große Gedanken machen müssen. Kurz und gut: Ich bekam die Stelle für mein BFD in Aurich und wurde auch noch ganz spontan zum Sommerfest eingeladen, sodass ich erst eine Nacht später als geplant nach Hause zurückkehrte.

Die paar Tage bis mein Jahr im September begann, vergingen dann ganz schön schnell. Mein erstes Seminar fühlte sich allerdings irgendwie wie eine Freizeit an. Das lag nicht nur an der angenehmen Atmosphäre, sondern auch daran, dass ich noch kurz zu meinen Eltern zurückkehrte, bevor ich meinen ganzen Hausstand nach Aurich brachte (wo ich direkt zu Beginn auch noch einmal wo anders unterkam, weil meine Gastfamilie im Urlaub war.)

Dazu ist zu sagen: Das ich in einem Zimmer von Mitgliedern der Gemeinde wohne, hat mir auf der einen Seite sehr schnell Kontaktpersonen gegeben und auch das Gefühl wirklich in die Gemeinde zu gehören. Auf der anderen Seite muss man sich natürlich an andere Personen gewöhnen, Kompromisse schließen und es war halt leider einfach nicht das gleiche, wie wenn ich in eine WG hätte ziehen können. Die automatische Möglichkeit, mit anderen Gleichaltrigen Kontakt aufzunehmen hat mir gerade am Anfang echt gefehlt.

Ich wurde unglaublich freundlich in die Gemeinde aufgenommen, total lieb begrüßt, vorgestellt und auch mit einem Gebet für mich willkommen geheißen. Und gleich am ersten Tag (einem Sonntag) wurde ich voll eingespannt: erst Gottesdienst, dann ein Flohmarkt und schließlich Jugend mit gemeinsamen essen.

Die „Beschäftigungsrate“ verläuft bei mir allerdings in Wellen. Mal ist irgendwie die ganze Zeit was zu tun: Man hat jeden Tag was vor, muss für alles noch irgendwas vorbereiten, ist irgendwie die ganze Zeit unterwegs. In anderen Wochen gibt es nur die „regulären Termine“- in meinem Fall: Montagsmorgens Treffen mit  dem Pastor Axel, montags nachmittags ein Entdecker (Haus)-Kreis, mittwochs Bürozeit, gemeinsames Gebet, und nachmittags Alleecafé oder ein Kinderactionnachmittag, den ich mit aufgebaut habe. Freitags alle zwei Wochen Biblischer Unterricht für Teens (BU), sonntags Gottesdienst und Jugend. Naja und natürlich noch Dinge vorbereiten, irgendwelche Treffen haben, Infozettel falten…

Wenn man sucht, lässt sich eigentlich immer was finden.

Die Dinge, die natürlich besonders spannend sind, sind die unvergleichlichen Aktionen. Wir hatten im November Lego-Tage und im März die Holzbauwelt (bei der wir mit Kapla-Bausteinen eine große Stadt gebaut haben). Ein richtig schönes BU-Wochenende, dass BUJU an Pfingsten, und im Sommer werde ich noch mit auf eine zweiwöchige Frankreich-Freizeit fahren. Außerdem gibt es ein Baseballcamp, bei dem sogar amerikanische „Baseball-Trainer“ dabei sind, worauf ich auch schon total gespannt bin! Im Herbst findet auch eine Gemeindefreizeit statt und ich muss sagen, dass ich meinen Nachfolger ein bisschen beneide, weil er (oder sie) daran teilnehmen kann… (und ich wahrscheinlich nicht)

Gerade am Anfang war ich sehr froh darüber, dass ich mir die vielen unterschiedlichen Dinge und Aktionen anschauen durfte. Zum Glück wurde ich in die Aufgaben, die mir neu waren, gut eingeführt. Andachten halten, Kindernachmittage vorbereiten oder mir überlegen, wie der biblische Unterricht stattfinden soll, war mir nämlich ziemlich fremd. Aber ich durfte auch viele andere Dinge ausprobieren: Artikel für unsere Infozettel schreiben, die jeden Sonntag ausgelegt werden, ein Kindergruppenkonzept miterarbeiten, an einer Freizeit und am Baseballcamp vorbereitend mithelfen, Anmeldelisten schreiben, aber auch im Gottesdienst moderieren, Musik machen…

Zwar liegt ein Schwerpunkt für die Gemeinde besonders in der Kinder- und Jugendarbeit, allerdings gibt es auch viele, viele andere Möglichkeiten meine eigenen Talente und Erfahrungen einzubringen, was ich richtig cool finde. Außerdem sind die Mitglieder der Gemeinde wirklich einfach nett.

Auch in meiner Beziehung zu Jesus bin ich in dieses Jahr gewachsen. Man setzt sich doch noch mal anders mit ihm auseinander, wenn man anderen Menschen begegnet, andere Gedankenanstöße bekommt und wirklich regelmäßig im Gottesdienst ist. Sich zu überlegen, wie man Jesus Worte, Zusagen und Handlungen mit anderen teilen und an sie vermitteln kann, tut natürlich auch sein Übriges. In unserem Entdeckerkreis und dem mittwöchigen Bibellesen mit anschließendem Gebet durfte ich Jesus ebenfalls immer wieder erleben.

Meine Zeit bei den Seminaren, die wirklich angenehm über das Jahr verteilt waren, wurde ebenfalls von guten Gesprächen und gemeinsamen Lobpreis geprägt. Aber wir hatten auch einfach Spaß, haben uns über unsere Arbeit ausgetauscht und uns auch gemeinsam Gedanken über unsere (berufliche) Zukunft gemacht. Zum Auftanken waren die eingeschobenen Wochen für mich wirklich gut!

Was mir gerade am Anfang bei meiner Arbeit schwer gefallen ist, war, mir selber Richtlinien zu setzen, um meine „freie“ Arbeitszeit möglichst gut einzuteilen. Leider neige ich zu „Aufschieberitis“. Was dann meistens darin endet, dass ich meine eigentlich festen freien Tage für all die Dinge nutzen muss, die ich vorher nicht gemacht habe…. Allerdings glaube ich, dass ich so nach und nach auch in diesem Bereich dazu gelernt habe (selbst, wenn ich darüber noch immer nicht ganz hinweg bin.)

Eine andere Sache, die mir schwer gefallen ist, war es Freundschaften aufzubauen. Zwar gibt es in der Jugend ein paar Gleichaltrige; allerdings wollte ich auch gerne außerhalb der Gemeinde Leute finden. Da hätte ich es schön gefunden, in einer WG zu leben…. Aber wer weiß, was sich für den nächsten BFD-ler noch ändern kann.

Aber in der Kürze liegt die Würze:

Was dich nach Aurich ziehen könnte sind:

  • Supernette Gemeindemitglieder
  • Spannende neue Aufgaben und Erfahrungen, die dich fordern, aber nicht überfordern
  • Nur 30 km Abstand zum Meer- man kann einen Tagesausflug nach Langeoog machen

Aber das war noch nicht alles:

  • Du kannst an coolen Dingen wie einer Gemeindefreizeit, einem Baseballcamp mit Besuch von Amerikanern und einer genialen Sommerfreizeit teilnehmen,
  • Dich bei allem was dich an Gemeindearbeit interessiert, bedenkenlos ausprobieren und
  • Deine eigenen Vorstellungen, Träume und Talente im Bereich der Gemeinde einsetzen.
  • Und last but not least, steht Jesus hier merklich im Mittelpunkt, sodass deine Beziehung zu ihm in diesem Jahr wirklich wachsen kann.

Auf jeden Fall wünsche ich dir alles, alles Gute bei deiner Entscheidung und Gottes reichen Segen!

Sarah

FSJ mit Hund

Als ich erfuhr, dass meine Labradorhündin Elsa mich bei meinem FSJ nach Witten auf den Wartenberg begleiten darf, war meine Freude sehr groß und mein Plan stand fest.

Elsa kam als ein Geschenk Gottes in mein Leben und hat es seit diesem Zeitpunkt bereichert. Dass sie auch bei meinem FSJ bei mir bleiben kann, war für mich daher ein Zeichen und ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde.

Die Arbeit im Freizeitheim macht Spaß, trotz Anstrengung und ich lerne Dinge, die mir auch im alltäglichen Leben weiterhelfen können. Unser Team auf dem Wartenberg ist nicht sehr groß und sehr familiär, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich fühlte mich von Anfang an aufgenommen und zuhause.

Das Diakonische Jahr ist für mich eine Erfahrung, die mich wachsen lässt und in der ich mich selbst besser kennenlerne.

Anna Eysert & Elsa

 

Langeoog – klein, aber oho

Die Straßen sind leer und die Geschäfte sind geschlossen. Der Langeooger Winter ist definitiv nicht für jeden was. Dafür ist im Sommer umso mehr los. Auf jeden Fall steht fest: Langeoog (Strand, Möwen und Mee(h)r) ist ein toller Ort für dein FSJ! Es gibt hier auf der Insel dafür zwei Möglichkeiten:

Im Haus Bethanien sind dieses Jahr fünf FSJler. Zusammen mit Azubis, Praktikanten & Co. wohne ich (Katinka) in einem kleinen Häuschen nebenan. Mit bis zu 16 Leuten unter einem Dach ist es sehr abwechslungsreich, mal ruhig, mal laut, mal chaotisch, mal – naja, ordentlich ist es eigentlich selten. Wir verstehen uns super gut und haben viel Spaß zusammen. Die FSJ`ler arbeiten in 3 verschiedenen Bereichen: In der Küche, im Speisesaal oder, so wie ich, in der Hauswirtschaft. Das heißt vor allem die Zimmer für die nächsten Gäste zu reinigen oder auch Flure und öffentliche Räume in Ordnung zu halten.
Im Haus Kloster Loccum sind nur 2 FSJ´ler. Wir wohnen in einer kleinen WG direkt im Haus. Neben der Arbeit im hauswirtschaftlichen Bereich leite ich (Larissa) zusammen mit der zweiten FSJ`lerin den Kreativbereich, in dem wir mit Kindern spielen und basteln, Kinderbetreuung machen, Teensangebote organisieren und abends eine Gutenachtgeschichte anbieten. Dabei muss man ab und zu auch mal über seine Grenzen hinauswachsen (Gitarre spielen und singen, ohne Gitarre spielen und singen zu können…).Bild_Katinka+Larissa

Unser kleiner aber feiner Hauskreis verbindet die beiden WGs und ist Treffpunkt für Gemeinschaft, Spaß und Austausch, gemeinsames Singen und Bibelarbeit. Höhepunkt ist jedes Jahr die Hauskreis-Weihnachtsfeier – dieses Jahr sogar mit echtem Weihnachtsmann und leckerem Schokofondue… Der riesige Fleck auf dem Teppichboden wird uns noch lange daran erinnern, wie viel Spaß wir an diesem Abend hatten.

Klar macht Putzen nicht immer Spaß und es gibt Tage, an denen einfach alles schief läuft. Aber selbst an solchen Tagen können einen die netten Arbeitskollegen, die anderen FSJ´ler, ein Strandspaziergang mit der frischen Nordseeluft um die Nase oder ein erfrischendes Bad im Meer wieder aufheitern.

So, jetzt habt ihr einen kleinen Einblick bekommen, wie das hier oben ist. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann schaut doch jetzt gleich mal in der Bewerbungsabteilung vorbei! 😉

 

Liebe Grüße

Larissa + Katinka

(M)ein Jahr für Gott!

Meine ursprünglichen Pläne?! :
Studium oder Auslandsjahr. Und doch bin ich hier gelandet und Gott unglaublich dankbar dafür! Denn an der Grundschule FESH (Freie evangelische Schule Hagen) kann und werde ich Erfahrungen sammeln, die ich woanders nicht hätte machen können.
Auf dem Programm an der FESH stehen lernen (mit und von den Kindern), Fangen spielen, Kicke(r)n und vieles mehr …!

Natürlich tut das ein oder andere Lob von Mitarbeitern, Lehrern oder Eltern super gut! Doch die schönsten Rückmeldungen und das größte Lob geben einem die Kinder: Strahlende Gesichter und leuchtende Augen!
Neugier, Spannung, Freude, Spiel und Spaß erwarten mich jeden Tag aufs Neue. Allerdings auch Herausforderungen, wie Streitschlichtungen oder Trostspenden. Doch es tut unheimlich gut die Entwicklung der Kids miterleben zu dürfen und in nahezu jeder Situation für sie dazusein, wenn sie DICH brauchen.

Dankbar für Gottes Führung!

Jessica Wellerdieck

Reif für die Insel?!

hr_loccumSchule vorbei, Lust auf ein Jahr Lernpause und Erfahrungen außerhalb der Heimat. Was gibt’s da für Möglichkeiten? Nun ich bin bei der Suche nach Angeboten auf genau diese Internetseite vom Diakonischen Jahr geraten. Und sofort viel mein Blick auf die Einsatzstelle auf Langeoog, wo man als FSJler nicht nur in der Hauswirtschaft arbeiten muss, sondern auch viel am Kinderprogramm des Hauses beteiligt wird. Eine perfekte Kombination!

Hier in der Familienferienstätte „Haus Kloster Loccum“ geht’s einem als FSJler richtig gut. Der Arbeitsbereich ist wirklich vielseitig. Vom Putzen (oh ja, mehr als man denkt, der Putzkoller kommt früher oder später bei jedem, aber meistens überwiegt der Spaß ;-)!) über Küchenarbeit (Frühstücksbuffet vorbereiten: Platten legen, Tische eindecken, Essen vorbereiten,…), bis hin zum Gestalten des täglichen Bastelprogramms für die Kinder die hier Urlaub machen, Leitung der allabendlichen Gute-Nacht-Geschichte mit Singen und Vorlesen, sowie Mitarbeiten bei diversen Angeboten für Teens (Geländespiele, Spielabende, uvm…) und Erwachsene im „Kreativbereich“ des Hauses.

hr_sonnenuntergang

Aber Inselleben ist nicht nur aufregend und Ferienvergnügen pur (obwohl es das vorwiegend ist: Sonne, Strand, Meer!), sondern, zumindest für mich, auch teilweise eine große Herausforderung. Ein Jahr keine richtige Gemeinde haben, nur gelegentlich mal Gottesdienst. Einsamkeit und kalter Wind im Winter und ganz schön weit weg von Familie und Freunden… aber das alles hat bei mir auch dazu beigetragen, dass ich mir viel sicherer geworden bin in meinem Glauben an Jesus, meine Einstellungen und Standpunkte wurden ganz neu herausgefordert und hinterfragt. Außerdem werde ich auch bei der Arbeit immer wieder herausgefordert und ich hab viel Gelegenheit meine Gaben zu entwickeln und auch mal Dinge zu machen, die ich mich früher NIE getraut hätte … da wird man richtig extrovertiert!

Eine weiterer sehr reizvoller Aspekt des FSJs ist, dass man hier so richtig in Genuss des WG-Lebens kommt. Da hat man nicht nur ne Menge Spaß mit seiner Mit-FSJlerin und hat eine sehr intensive Beziehung mit seiner Mitbewohnerin, sondern lernt nebenbei auch noch ganz automatisch auch weg von Mama und Papa überleben zu können. Sowas wie Kochen (oder auch mal ohne warmes Essen auszukommen, verpflegen muss man sich nämlich komplett alleine), Wäsche waschen, … also, für Leute die selbstständig werden wollen genau das Richtige!

Zusammen mit anderen Zivis, Azubis FSJlern haben wir hier viel Spaß, gute Gespräche über Glauben (in diversen Hauskreisen, dieses Jahr hatten wir Mädels sogar zusammen einen Glaubenskurs) und alles in allem eine tolle gemeinsame Insel-Zeit.

Ach und zuletzt muss ich auch noch das coole Mitarbeiterteam hier im Haus loben: Ich kann mir kein besseres Arbeitsklima vorstellen, da wird sogar das tägliche Putzen zum reinsten Vergnügen:-D

UND!? Bist du (nach diesem Bericht) auch bereit für ein Jahr auf der Insel? Ich kann’s dir nur empfehlen, denn ich kann für mich persönlich sagen: Dieses Jahr hatte es in sich! Ich will es nicht missen, ich bin an allem sehr gewachsen und hatte wunderschöne Erlebnisse. Bis jetzt echt das beste Jahr überhaupt!

 

Hanna Rump

hr

spannend

So würde ich mein Jahr als FSJlerin bezeichnen. Als ich mich nach meinem Abi beim Diakonischen Jahr beworben habe, wollte ich gerne in einer Gemeinde arbeiten. Gelandet bin ich dann tatsächlich in einer Gemeinde aber nur zu 50%. Die anderen 50% habe ich in einem Wohnheim für psychisch kranke Frauen gearbeitet. Als Gudrun Schwehn mir diese Stelle im Bewerbungsgespräch vorschlug, war ich anfangs sehr skeptisch. Ich hatte keinerlei Erfahrungen mit Menschen, die unter solchen Krankheiten leiden. Aber frei nach dem Motto „jede Erfahrung bringt einen weiter“, habe ich die Stelle angenommen.

Ich bin froh, dass ich mich so entschieden habe, denn ich habe viele Erfahrungen gemacht, Freundschaften geschlossen und viel über mich und meine Stärken und Schwächen gelernt. Ich habe gemerkt, wie dankbar Menschen sein können, wenn man sich Zeit für sie nimmt und ihnen einfach mal zuhört. Die Erfahrung, dass man nicht gleich die ganze Welt retten muss, um Menschen zu helfen, sondern dass man sie durch kleine Gesten oder einfach durch Freundlichkeit und Zuwendung zum Lächeln bringen kann, war für mich echt wertvoll.

Vor allem die Seminare waren ein Highlight, bei dem ich viel Neues gelernt, mich mit meinem Leben und Gott beschäftigt und viele interessante Menschen kennengelernt habe.

Daher kann ich so ein FSJ nur weiterempfehlen! Nach dem ganzen Lernen in der Schule erst mal praktisch aktiv zu werden, bevor es dann in die Ausbildung oder das Studium geht, ist super und gibt neue Motivation.

Melissa Kühn

1 Jahr für die Gemeinde

Seit dem Sommer mache ich in meiner Ortsgemeinde ein „Freiwilliges Soziales Jahr“. In diesem Jahr darf ich eine Menge sehen und erfahren, sowohl was den Gemeindealltag als auch den Pastorendienst angeht.

Es ist einfach noch mal eine andere Perspektive, wenn man vollzeitig für eine Gemeinde arbeitet, in der man sonst eher zu Besuch war. Ich konnte mich in allen Bereichen der Gemeinde mal so richtig austoben: Egal ob ich im Kindergottesdienst mitgemacht habe, in der Jungschararbeit, beim Flyer erstellen, eine Garderobe baute, oder beim Werben für den Weihnachtsgottesdienst die Waffeln verkaufte.

In diesem Jahr habe ich so unterschiedlich gearbeitet wie noch nie und es hat riesigen Spaß gemacht. Mir persönlich lag dabei am meisten die Jugendarbeit am Herzen. Wir haben eine Woche des gemeinsamen Lebens, Kochduelle, eine Silvesterfreizeit und viele andere Aktionen veranstaltet. Momentan sind wir dabei eine Sommerfreizeit zu planen, was eine unheimliche Herausforderung ist.

„Wir“? Ja! Auch das darf ich in diesem Jahr lernen: Teamarbeit! In unserem Jugendleiterteam arbeiten wir gut zusammen und versuchen immer wieder neue Ideen in der Jugend umzusetzen, wenn wir z.B. einen Mädchen- und einen Jungenhauskreis gründen oder immer wieder versuchen die wöchentlichen Jugendstunde besser zu gestalten.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Gemeinde zu machen bedeutet viel, aber abwechslungsreiche und spaßmachende Arbeit. Es bedeutet viel geben und viel zurückbekommen. Ich freue mich, dass ich mich zu dem Jahr in der Gemeinde entschieden habe.

 

Silas Köhler

Gewinnbringend

Ich habe mein FSJ im Krankenhaus Bethanien für Lungen- und Bronchialheilkunde in Solingen, genauer gesagt: Station 3, Onkologie, gemacht.

Die Erfahrungen, die ICH jedenfalls gesammelt habe waren sehr wertvoll und überaus gewinnbringend für mein Leben im Umgang mit Menschen: sich mit der Anatomie des menschlichen Körpers auseinanderzusetzen, interessante Gespräche mit Patienten zu führen, für Patienten zu sorgen und sie zu pflegen, aber auch sehr stark zu sein für andere Menschen und vor allem für sich selbst. Ich habe sehr viel Leid gesehen, jedoch auch vieles dazugelernt, wie man z.B. mit Menschen umgeht denen es wirklich sehr schlecht geht.

Am Anfang des Jahres hatte ich vor, in einem Krankenhaus zu arbeiten, jedoch weiß ich jetzt, dass ich es nicht machen möchte und einen anderen Weg einschlagen will.

Das FSJ im Krankenhaus hat mir gezeigt, dass kranke Menschen durchaus mehr als Medizin brauchen, nämlich auch ein Lächeln und Fürsorge.

Aber ohne diese Arbeit, hätte ich nie diesen speziellen, überaus interessanten und anschaulichen Einblick gehabt und konnte feststellen, dass ich etwas anderes machen möchte.

Die Erfahrung jedoch, sich mit der Thematik der Station (in diesem Falle Krebs) auseinander zu setzen, ist eine der wertvollsten Erfahrungen die ich in diesem Jahr für mein Leben sammeln konnte.

Es lohnt sich im jeden Fall und ich werde diesen Einblick und diese Erfahrungen nie bereuen.

 

Yonathan Asley