Plan B für die Zukunft

Seit September 2018 bin ich der „neue Bufdi“ der FeG Aurich. Aurich?! Ich wohne 340km von Aurich entfernt … Wie kam ich nun auf den Gedanken nach Aurich zu ziehen?

Ich stand 2018 vor dem Entschluss, eine Ausbildung anzufangen. Ich habe mich erkundigt, was mich interessieren und was mir Spaß machen könnte. Ich habe ein paar coole Ausbildungen gefunden. Dann ging es schnell, beworben, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch und… Absage. Jetzt stand ich vor einer Wand ohne einen Plan wie ich meine Zukunft gestalten möchte. Aus meiner Gemeinde, ebenfalls eine FeG, kam der Tipp: Diakonisches Jahr – BFD in einer FeG.

Nachdem ich mich im Bund vorgestellt habe, äußerte ich, dass ich gerne an der Nordsee bin und ich selbständig werden möchte. Also war es klar: Ich muss weg von Zuhause in den Norden, ins Herzen Ostfrieslands. Nach einem Besuch mit Kennenlernen der Gemeinde im späten Sommer bekam ich einen Anruf des Pastors, dass sie mich als BFD-ler gebrauchen können. Also hieß es Kofferpacken und los.

In Aurich angekommen wurde schnell klar, meine zurückliegenden Erfahrungen kann ich gut in der Gemeinde nutzen.

Erfahrung und Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hatte ich, da mich schon seit 5 Jahren bei Freizeiten und der Jungschararbeit engagierte. Hinzu kam meine offene ruhige Art, dadurch fiel es mir leicht in guten Kontakt mit den Gemeindemitgliedern zukommen, welche mich sehr freundlich und herzlich in der Gemeinde aufgenommen haben. Nun hieß es einen Arbeitsrhythmus in der Gemeindlichen zu finden. Die „Beschäftigungsrate“ verlief dabei allerdings in Wellen. Mal ist die ganze Zeit was zu tun: Man hat jeden Tag was vor, muss für alles noch irgendwas vorbereiten, ist die ganze Zeit unterwegs. In anderen Wochen gibt es nur die regulären Termine, in meinem Fall: montags Treffen mit Pastor Axel und ein Entdecker (Haus)-Kreis, mittwochs Bürozeit, gemeinsames Gebet und nachmittags Alleecafé oder ein Kinderactionnachmittag. Freitags einmal im Monat Biblischer Unterricht für Teens (BU), sonntags Gottesdienst und Jugend. Naja und natürlich noch Dinge vorbereiten, irgendwelche Treffen haben, Infozettel falten, hin und wieder auch mal die Leitung im Gottesdienst am Sonntag übernehmen…

Es gibt auch besondere Termine, die einem immer in Erinnerung bleiben. Ich startete mit einer Gemeindefreizeit knapp zwei Wochen nach meinem Dienstbeginn, im März eine Holzbauwelt (bei der wir mit Kapla-Bausteinen große Türme und Paläste gebaut haben), einen ersten Lobpreisabend mit einer anderen Gemeinde, in der Allianzgebetswoche gestaltete ich den  Allianzjugendgottesdienst mit und im Sommer werde ich noch mit auf eine 10 Tägige Dänemark-Freizeit fahren. Außerdem gibt es ein Baseballcamp, bei dem sogar amerikanische „Baseball-Trainer“ dabei sind, worauf ich auch schon total gespannt bin!

Angesichts der Dinge, die ich in Aurich schon erlebt habe und auch noch erleben werde, kann ich sagen, dass sich mein eigentlicher „Plan B“ als sehr gut erwiesen hat. Ich bin den Personen sehr dankbar, die mir den BFD aufs Herz gelegt haben und ich bin auch dankbar für Gottes Führung, dass dies so gekommen ist wie es kommen musste: Ein Jahr weg von Zuhause und das Leben neu erkunden. Nun weiß ich wie gut ich Kinderstunden selbstgestalten kann, wie gut ich Gottesdienste vorbereiten und auch leiten kann und dass ich es später schaffen werde allein zu wohnen.

Falls ein BFD dein Plan B ist. Gehe diesen Schritt! Nun wünsche ich dir alles, alles Gute bei deiner Entscheidung, und Gottes reichen Segen!

Philipp Söhngen