spannend

So würde ich mein Jahr als FSJlerin bezeichnen. Als ich mich nach meinem Abi beim Diakonischen Jahr beworben habe, wollte ich gerne in einer Gemeinde arbeiten. Gelandet bin ich dann tatsächlich in einer Gemeinde aber nur zu 50%. Die anderen 50% habe ich in einem Wohnheim für psychisch kranke Frauen gearbeitet. Als Gudrun Schwehn mir diese Stelle im Bewerbungsgespräch vorschlug, war ich anfangs sehr skeptisch. Ich hatte keinerlei Erfahrungen mit Menschen, die unter solchen Krankheiten leiden. Aber frei nach dem Motto „jede Erfahrung bringt einen weiter“, habe ich die Stelle angenommen.

Ich bin froh, dass ich mich so entschieden habe, denn ich habe viele Erfahrungen gemacht, Freundschaften geschlossen und viel über mich und meine Stärken und Schwächen gelernt. Ich habe gemerkt, wie dankbar Menschen sein können, wenn man sich Zeit für sie nimmt und ihnen einfach mal zuhört. Die Erfahrung, dass man nicht gleich die ganze Welt retten muss, um Menschen zu helfen, sondern dass man sie durch kleine Gesten oder einfach durch Freundlichkeit und Zuwendung zum Lächeln bringen kann, war für mich echt wertvoll.

Vor allem die Seminare waren ein Highlight, bei dem ich viel Neues gelernt, mich mit meinem Leben und Gott beschäftigt und viele interessante Menschen kennengelernt habe.

Daher kann ich so ein FSJ nur weiterempfehlen! Nach dem ganzen Lernen in der Schule erst mal praktisch aktiv zu werden, bevor es dann in die Ausbildung oder das Studium geht, ist super und gibt neue Motivation.

Melissa Kühn