Ich habe mein FSJ in der Technischen Abteilung vom Diakonischen Werk Bethanien Solingen gemacht.

Was heißt das eigentlich?

Ein Jahr lang mit sieben Gesellen, zwei Azubis und zwei weiteren FSJlern arbeiten. Hier gibt es die Bereiche Elektrik, Klempner, Schreiner, Maler und Gärtner. Ich war beim Schreiner beschäftigt. Daher bin ich meist durch die Häuser(vier Altenheime, Krankenhaus, Schwesternwohnheim und noch ein paar kleine Gebäude) gelaufen und hab alles repariert, wozu ich gerade Lust hatte. Das fängt an bei kleinen Wandregalen und geht bis zu Einbauschränken. Meist lief man also von der Werkstatt aus zu seiner Einsatzstelle (höchstens fünf Minuten), schaute sich das kaputte Teil kurz an, holte Ersatzteile oder reparierte es sofort und plauderte dann noch kurz mit anderen FSJlern oder anderem Personal. Wobei man am Ende des Tages immer schauen musste, dass man die ganzen Einsätze richtig dokumentierte. Das hatte man aber nach ein, zwei Tagen auch raus. Weitere regelmäßige Aufgaben von mir waren die Zimmer der Bewohner verschönern(Bilder, Regale aufhängen) und haufenweise Sachen durch die Gegend schleppen bzw. fahren.

Das schönste an der Arbeit fand ich, dass man gut mit den Leuten ins Gespräch kam, auch wenn man so introvertiert ist wie ich und so viele unterschiedliche Sachen ausprobieren konnte. Dabei war es nicht wichtig, ob du das schon mal gemacht hast oder nicht. Die Gesellen geben die Aufgaben, die sie dir zutrauen und helfen dir auch, wenn du Hilfe benötigst. Man konnte dann natürlich auch mal wechseln und dem Maler helfen oder dem Gärtner beim Laub, Rasen mähen oder Bepflanzen der Beete. Da ich einen Führerschein habe, durfte ich auch ganze viele Besorgungsfahrten mit dem Auto machen. Also richtig schön abwechslungsreich.

Ich würde auf jeden Fall noch mal ein FSJ machen und es auch jedem ans Herz legen eines zu machen. Ich bin in diesem einen Jahr so bereichert worden. Das hab ich mir davor gar nicht träumen lassen. Das hängt vor allem mit vielen netten Leuten zusammen, die einen immer unterstützen und wieder aufbauen, wenn es einem schlecht geht. Man wir aber trotzdem auch gefordert, wenn man das will. In diesem Sinne macht alle ein FSJ. Das prägt fürs ganze Leben.

Nikolai Best