Melanie Brakemeier: Ein Jahr voller kostbarer Momente

Als ich im Juni letzten Jahres aus meinem Auslandsjahr aus Argentinien zurückkam, hatte ich keine Ahnung, was ich als nächstes tun sollte, weil alle meine selbstgeschmiedeten Pläne nicht aufgegangen sind. Also habe ich das ganze Gott überlassen und darum gebetet, dass er mir den Weg zeigt.

So lebte ich einen Tag nach dem anderen, im Vertrauen auf Gott und dass seine Hilfe spätestens rechtzeitig kommt. Im September dann hatte ich immer noch keinen Plan, als mein Pastor und ich uns zusammensetzten und wir gemeinsam darüber nachdachten wie es wäre, wenn ich ein Jahr hauptamtlich in der Gemeinde arbeiten würde. Mir gefiel die Idee, denn ich liebe meine Heimatgemeinde und besonders die Arbeit mit den Kids, Teens und Jugendlichen begeistert mich. Daraufhin erkundigte er sich in der Bundeszentrale und kurze Zeit später stand fest: Ich würde einen neunmonatigen Freiwilligendienst in meiner Heimatgemeinde im Rahmen des „Diakonischen Jahres“ im Bund FeG absolvieren. Ich hatte keine Erwartungen, keine Vorstellungen wie es werden würde, aber ich war dankbar, endlich einen Weg vor mir zu sehen.

Jetzt arbeite ich seit fast vier Monaten vollzeitlich im Bereich Kinder- und Jugendarbeit und ich liebe es. Durch das FSJ habe ich die Möglichkeit, mich in vielen verschiedenen Bereichen nochmal ganz neu in der Gemeinde einzubringen und über den Tellerrand hinauszublicken. Dadurch habe ich gemerkt, wie viel Spaß Jungschararbeit machen kann, habe meine Leidenschaft für das Theater neu entdeckt, neue Freundschaften mit kleinen und großen Menschen geschlossen, und vieles mehr. Ich darf neben der Jungschar unter anderem noch im Teenkreis, in der Jugend und im Kindergottesdienst mitarbeiten, Gottesdienste mitgestalten, Theater spielen und andere Aufgaben erledigen, für die den Ehrenamtlichen keine Zeit mehr bleibt. Außerdem darf ich sehen und lernen, wie das „große Schiff Gemeinde“ wirklich funktioniert.

Ich schaue mit Vorfreude und Neugier auf die kommenden fünf Monate und bin gespannt, was Gott noch weiterhin in meinem „Diakonischen Jahr“ tun wird. Eins weiß ich jetzt schon: Durch dieses Jahr habe ich keine Zeit verloren, sondern viel mehr neue Erfahrungen, viele kostbare Momente und Begegnungen gewonnen.